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Fachartikel · KI-SEO

Google KI-Modus: Was er für die Sichtbarkeit von KMU heisst

Von Simon Mast ·

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Google KI-Modus beantwortet Fragen als zusammenhängenden Text mit Folgefragen und verlinkt dabei einzelne Websites als Quellen.
  • In der Schweiz ist der KI-Modus seit dem 8. Oktober 2025 auf Deutsch, Französisch und Italienisch verfügbar.
  • Studien von Pew Research, Ahrefs und Seer Interactive zeigen weniger Klicks bei KI-Zusammenfassungen; Google spricht von «relativ stabilen» Klickzahlen, ohne Zahlen zu nennen.
  • Laut Google genügt es, wenn eine Seite indexiert ist und mit Textauszug angezeigt werden darf – Spezialdateien oder besonderes Schema-Markup braucht es nicht.
  • Klicks aus den KI-Funktionen sind in der Google Search Console unter «Web» enthalten – die eigenen Zahlen sind aussagekräftiger als allgemeine Studien.

Der Google KI-Modus beantwortet Fragen in einem ausführlichen Text statt mit einer Liste von Links – und nennt dabei einzelne Websites als Quellen. In der Schweiz ist er seit dem 8. Oktober 2025 verfügbar. Für KMU heisst das: Weniger Menschen klicken sich durch zehn Treffer, dafür zählt mehr, ob Ihre Website als Quelle ausgewählt wird. Laut Google braucht es dafür keine Spezialtricks, sondern saubere Grundlagen: hilfreiche Inhalte, eine indexierbare und schnelle Website, stimmige strukturierte Daten und ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil.

Was ist der Google KI-Modus?

Der KI-Modus (englisch «AI Mode») ist ein eigener Bereich in der Google-Suche. Er erscheint als zusätzlicher Reiter neben «Alle», «Bilder» oder «News». Statt einzelner Treffer liefert er eine zusammenhängende Antwort, und man kann wie in einem Gespräch Folgefragen stellen. Fragen lassen sich laut Netzwoche (öffnet in neuem Fenster) als Text, per Sprache oder mit einem Bild stellen.

Davon zu unterscheiden sind die KI-Übersichten («AI Overviews»): kurze KI-Zusammenfassungen, die bei manchen Suchen über den normalen Treffern stehen. Google beschreibt in seiner Dokumentation «KI-Funktionen und Ihre Website» (öffnet in neuem Fenster) den Unterschied so: Die KI-Übersicht gibt einen schnellen Überblick, der KI-Modus ist für knifflige Fragen und Vergleiche gedacht und liefert eine längere Antwort mit Links zu unterstützenden Websites.

Wichtig für das Verständnis ist das sogenannte «Query Fan-out»: Google zerlegt eine Frage in mehrere Teilfragen, sucht zu jeder davon und setzt die Antwort zusammen. Laut Google werden dabei oft mehr und vielfältigere Websites verlinkt als bei einer klassischen Suche. Eine Seite kann also auch dann als Quelle erscheinen, wenn sie für die ursprüngliche Frage gar nicht auf Platz eins steht.

Seit wann gibt es ihn in der Schweiz?

Google hat den KI-Modus am 8. Oktober 2025 in der Schweiz gestartet, auf Deutsch, Französisch und Italienisch, wie Netzwoche (öffnet in neuem Fenster) und Bluewin (Keystone-SDA) (öffnet in neuem Fenster) berichteten. Die Schweiz kam zusammen mit Deutschland und Österreich in einer Ausbauwelle dazu. Google selbst meldete am 7. Oktober 2025 im Google-Blog (öffnet in neuem Fenster) über 35 neue Sprachen und über 40 neue Länder, insgesamt mehr als 200 Länder und Gebiete.

Seither hat Google den KI-Modus weiter ausgebaut. An der Entwicklerkonferenz im Mai 2026 gab Google im Google-Blog (öffnet in neuem Fenster) an, der KI-Modus habe über eine Milliarde Nutzerinnen und Nutzer pro Monat. Zudem kann man nun direkt aus einer KI-Übersicht eine Folgefrage stellen und landet im KI-Modus. Die Nutzerzahl ist eine Angabe von Google und nicht unabhängig geprüft.

Verlieren Websites dadurch Besucher?

Die ehrliche Antwort: Für viele Informationsseiten deutet die Studienlage auf weniger Klicks hin – wie stark, ist umstritten. Und die meisten Studien messen die KI-Übersichten, nicht den KI-Modus selbst. Ein Überblick:

  • Pew Research Center (USA): Die Forschungsorganisation hat das Surfverhalten von 900 Erwachsenen im März 2025 ausgewertet. Erschien eine KI-Zusammenfassung, klickten Nutzende bei 8 % der Besuche auf einen normalen Treffer, ohne Zusammenfassung bei 15 %. Auf einen Link in der Zusammenfassung selbst klickten sie bei 1 % der Besuche (Pew Research (öffnet in neuem Fenster)).
  • Ahrefs (Studie eines SEO-Software-Anbieters): Bei 300’000 Suchbegriffen ging die Klickrate des Treffers auf Platz eins um rund 58 % zurück, wenn eine KI-Übersicht erschien (Vergleich Dezember 2023 mit Dezember 2025, nur Desktop und nur Informationssuchen). Ahrefs betont selbst, dass es sich um einen Zusammenhang handelt, nicht um einen Beweis (Ahrefs (öffnet in neuem Fenster)).
  • Seer Interactive (Studie einer Marketingagentur): Auf Basis von Kundendaten fiel die organische Klickrate bei Informationssuchen mit KI-Übersicht auf 0,61 % im September 2025. Aber auch ohne KI-Übersicht sank sie um 41 %. Interessant: Wurde eine Marke in der KI-Übersicht als Quelle genannt, erhielt sie im Schnitt mehr Klicks als nicht genannte Marken (Seer Interactive (öffnet in neuem Fenster)).

Google widerspricht. Im August 2025 schrieb die Leiterin der Google-Suche im Google-Blog (öffnet in neuem Fenster), die Gesamtzahl der Klicks auf Websites sei im Jahresvergleich «relativ stabil», und die Klicks seien sogar hochwertiger geworden. Konkrete Zahlen dazu veröffentlichte Google nicht.

Was heisst das für ein Schweizer KMU? Die Studien stammen meist aus den USA und betreffen vor allem reine Wissensfragen. Wer etwa «Wie oft muss man Fenster abdichten?» beantwortet, dürfte eher Klicks verlieren. Bei Suchen mit klarer Kaufabsicht oder nach einem Anbieter in der Region ist die Lage weniger klar untersucht. Verlässlich ist nur der Blick in die eigenen Zahlen: Laut Google (öffnet in neuem Fenster) sind Klicks aus den KI-Funktionen in der Google Search Console im Leistungsbericht unter «Web» enthalten.

Wie wird mein KMU im KI-Modus genannt?

Die gute Nachricht steht in Googles eigener Dokumentation zu KI-Funktionen (öffnet in neuem Fenster): Um als Quelle zu erscheinen, muss eine Seite bei Google indexiert sein und mit einem Textauszug («Snippet») angezeigt werden dürfen. Weitere technische Voraussetzungen gibt es laut Google nicht. Google schreibt ausdrücklich, dass es keine speziellen KI-Textdateien und kein besonderes Schema-Markup braucht. Eine Garantie, genannt zu werden, gibt es allerdings auch nicht.

Konkret empfiehlt Google die bekannten Grundlagen:

  • Hilfreiche Inhalte mit klaren Antworten: Texte, die echte Fragen Ihrer Kundschaft beantworten. Durch das «Query Fan-out» lohnen sich auch Seiten zu Teilfragen: Kosten, Ablauf, Dauer, Einsatzgebiet.
  • Wichtiges als Text: Inhalte, die nur in Bildern oder PDFs stecken, sind schwerer auszuwerten. Gute Bilder und Videos sollen den Text ergänzen, nicht ersetzen.
  • Strukturierte Daten, die zum sichtbaren Text passen: Adresse, Öffnungszeiten oder Leistungen im Code müssen mit dem übereinstimmen, was auf der Seite steht.
  • Google-Unternehmensprofil aktuell halten: Google nennt das Unternehmensprofil ausdrücklich. Für lokale Fragen wie «Elektriker in Dielsdorf» ist es besonders wichtig.
  • Technisch saubere und schnelle Website: Google muss die Seiten crawlen dürfen (auch die robots.txt und der Hoster dürfen das nicht blockieren), interne Links müssen alle Seiten erschliessen, und die Seite soll eine gute Nutzererfahrung (öffnet in neuem Fenster) bieten.
  • Quellen und Autorschaft: In seinem Leitfaden für hilfreiche Inhalte (öffnet in neuem Fenster) empfiehlt Google, klar anzugeben, wer einen Text verfasst hat, mit Angaben zu Hintergrund und Fachgebiet der Person.

Wer möchte, dass ein Text nicht in KI-Antworten erscheint, kann das mit Steuerungen wie «nosnippet» einschränken – dann fehlt er aber auch als Auszug in der normalen Suche.

Die allgemeinen Grundlagen von KI-SEO beschreiben wir im Artikel KI-SEO für KMU, die Veränderung der Suche durch ChatGPT im Artikel ChatGPT, Google & SEO.

Was sollten KMU jetzt tun?

  • Selbst testen: Öffnen Sie den Reiter «KI-Modus» und stellen Sie die Fragen, die Ihre Kundschaft stellt. Wird Ihr Unternehmen genannt? Stimmen die Angaben?
  • Indexierung prüfen: Sind Ihre wichtigsten Seiten in der Search Console als indexiert gemeldet? Blockiert nichts den Googlebot?
  • Eigene Zahlen beobachten: Klicks und Impressionen in der Search Console regelmässig vergleichen, statt sich auf allgemeine Studien zu verlassen.
  • Kundenfragen sammeln und beantworten: Pro Leistung eine eigene Seite, die Antwort jeweils am Anfang.
  • Unternehmensprofil pflegen: Öffnungszeiten, Leistungen, Fotos und Einzugsgebiet aktuell halten.
  • Strukturierte Daten abgleichen: Was im Code steht, muss auf der Seite sichtbar sein.
  • Autorschaft zeigen: Wer schreibt, mit welcher Erfahrung? Fakten mit Quellen belegen.
  • Keine Abkürzungen kaufen: Google verlangt keine Spezialdateien für KI. Angebote, die eine «garantierte Nennung» im KI-Modus versprechen, sollten Sie kritisch prüfen.

Wie unterstützt Design Planet dabei?

Wir prüfen, ob Ihre Website die Voraussetzungen von Google erfüllt, testen typische Fragen Ihrer Kundschaft im KI-Modus und werten Ihre Search-Console-Daten aus. Danach setzen wir die nötigen Massnahmen um – von Texten und strukturierten Daten bis zur Technik. Mehr dazu auf der Seite SEO & KI-SEO.

Design Planet aus Buchs ZH begleitet KMU persönlich vor Ort in der ganzen Deutschschweiz sowie in Deutschland, Österreich und Liechtenstein – und per Videoanruf überall.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen KI-Übersicht und KI-Modus?

Die KI-Übersicht ist eine kurze Zusammenfassung über den normalen Treffern und erscheint nur bei manchen Suchen. Der KI-Modus ist ein eigener Reiter für ausführliche Antworten, Vergleiche und Folgefragen – mit Links zu den Quellen.

Brauche ich eine llms.txt oder spezielles Schema-Markup für den KI-Modus?

Nein. Google schreibt in seiner Dokumentation, dass es keine speziellen KI-Textdateien und kein besonderes Schema-Markup braucht. Die Seite muss indexiert sein und mit einem Textauszug angezeigt werden dürfen. Vorhandene strukturierte Daten sollen zum sichtbaren Text passen.

Verliere ich durch den KI-Modus Besucher?

Das hängt von Ihren Inhalten ab. Studien zeigen vor allem bei reinen Wissensfragen weniger Klicks, Google selbst spricht von stabilen Klickzahlen. Verlässlich sind nur Ihre eigenen Daten in der Google Search Console.

Kann Design Planet garantieren, dass mein KMU im KI-Modus genannt wird?

Nein, das kann niemand – auch Google gibt keine Garantie. Wir sorgen dafür, dass Ihre Website die Voraussetzungen erfüllt, die Google nennt, und verfolgen die Entwicklung mit echten Daten.

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